Kurzfazit: So gut ist Wolfsblut
Wolfsblut steht in unserem Test für gute Qualität, ohne die Premium-Konkurrenz deutlich zu übertreffen. Die Marke punktet mit vielfältigen Rezepturen, ordentlicher Zutatenqualität und breiter Verfügbarkeit – Abzüge gibt es für lange Zutatenlisten und eine nicht durchgehend transparente Deklaration. Innerhalb der Marke empfehlen unsere Tester eher die Nassfutter- als die Trockenfutter-Varianten.
Zutatenliste – Sorte „Grey Peak“ (Ziege)
min. 65% Fleischanteil- Ziegenfleischmin. 65%
- Süßkartoffelnmin. 4%
Vollständige Deklaration: Ziegenfleisch (min. 65%), Süßkartoffeln (min. 4%), Immutop® (Topinamburkonzentrat), Möhren, Erbsen, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Holunderbeeren, Mineralien, Seegras, Leinsamen, mediterrane Kräutermischung, Lammfett, Löwenzahn, Ginseng, Weißdorn, Spirulina, Brennnessel, Taurin, Cranberry, Yucca-Extrakt, Glucosamin, Chondroitin, Anissamen und Bockshornklee.
Quelle: Zusammensetzung laut Herstellerdeklaration zum Testzeitpunkt, Sorte Grey Peak – auch Grundlage unserer 8/10-Bewertung nach unseren Testkriterien.
Pro & Contra
- Hoher Fleischanteil von rund 65% bei den Nassfutter-Sorten
- Getreidefreie Rezepturen
- Vielfältige Rezepturen und Proteinquellen
- Gute Zutatenqualität
- Breite Verfügbarkeit
- Lange Zutatenlisten
- Intransparente Deklaration bei Nebenerzeugnissen
- Vage Angaben bei Kräuter-/Obstmischungen
- Preis
- Leicht geringerer Fleischanteil als bei Top-Alternativen
Die Wolfsblut-Philosophie
Der Name ist Programm: Wolfsblut beruft sich auf die Abstammung des Hundes vom Wolf. Laut Hersteller teilen Hunde ein nahezu identisches Erbgut mit Wölfen – besonders was die Verdauungsfähigkeiten betrifft. Aus diesem Argument leitet die Marke ihre naturnahen, beuteorientierten Ernährungsprinzipien ab und lehnt günstige Getreide-Füllstoffe wie Soja oder Mais bewusst ab.
Für unseren Hunde-Nassfutter Test haben wir uns angesehen, was von diesem Anspruch in der tatsächlichen Rezeptur ankommt. Die Qualitätssicherung erfolgt laut Hersteller durch fortlaufende Kontrolle naturnaher, getreidefreier Rezepturen ohne chemische Zusatzstoffe.
Zu den vom Hersteller genannten Marken-Eigenschaften zählen:
- Alleinfuttermittel für Hunde
- Getreidefrei
- Mindestens 50% Fleisch- bzw. Fischanteil
- Rohstoffe in Lebensmittelqualität
- Ausgewogenes Omega-3/6-Verhältnis
- Keine künstlichen Zusatzstoffe
- Keine Schlachtabfälle
- Ethische Tierhaltung ohne Antibiotika und Hormone
- Teilweise kompostierbare Verpackung
- Deutsche Herstellung
Wolfsblut Nass- und Trockenfutter im Test
Getestet wurden sechs Nassfutter- und drei Trockenfutter-Sorten von Wolfsblut.
Herzstück eines jeden Hundefutter Testberichts ist der prüfende Blick auf die Zusammensetzungen der Futtersorten. Bei Wolfsblut haben wir sechs Nassfutter-Sorten unter die Lupe genommen:
- Gold Fields (Kamel): Kamelfleisch (min. 65%), Süßkartoffeln (min. 4%)
- Deep Glade (Rothirsch): Rothirschfleisch (min. 62%), Kürbis (mind. 4%)
- Wild Pacific (Fisch): Kabeljau, Heilbutt, Seezunge, Lachs (min. 66%)
- Wild Duck (Ente): Ente (min. 66%), Kartoffeln (min. 3,9%)
- Green Valley (Lamm & Lachs): Lamm (min. 41%), Lachs (min. 25%)
- Grey Peak (Ziege): Ziegenfleisch (min. 65%), Süßkartoffeln (min. 4%)
Nassfutter-Sorten enthielten in unserem Test meist rund 65 % Fleisch – mehr als die Trockenfutter-Sorten. Wir begrüßen die möglichen Innereien-Anteile sowie die getreidefreien Rezepturen mit Kartoffeln bzw. Süßkartoffeln statt Getreide. Kritisch sehen wir dagegen die mangelnde Transparenz bei Nebenerzeugnissen sowie vage Angaben zu Kräuter- und Obstmischungen – hier bleibt die Zutatenklarheit hinter dem Anspruch der Marke zurück.
Die drei getesteten Trockenfutter-Sorten
Zusätzlich zum Nassfutter haben wir drei Trockenfutter-Sorten geprüft:
- Wild Duck: Ente (44%) (davon Entenfleisch 25%, getrocknetes Entenfleisch 17%, Entenfett 2%), Kartoffeln (24%), Süßkartoffeln (19%)
- Wide Plain: Pferd 51% (davon Pferdefleisch 26%, getrocknetes Pferdefleisch 17%, Pferdefett 8%), Süßkartoffeln (28%)
- Wild Game: 26% Wildgeflügel (Rebhuhn, Wildtaube), Süßkartoffel (25%), getrocknetes Straußenfleisch (18%)
Für die Sorte Wild Game liegt zudem die Analytik vor: Rohprotein 26%, Rohfett 16%, Rohfaser 3,5%, Rohasche 11%, Feuchtigkeit 8%.
Beim Trockenfutter loben wir die hochwertigen Kohlenhydratquellen anstelle minderwertigen Getreides, kritisieren aber auch hier lange Zutatenlisten und Transparenzprobleme – unter anderem bleibt offen, ob wirklich ausschließlich Muskelfleisch verarbeitet wird.
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Erfahrungen mit Wolfsblut im Praxistest
Getestet hat Wolfsblut bei uns Holly, unsere Testhündin. Wir haben Trocken- und Nassfutter getrennt voneinander geprüft.

Trockenfutter im Praxistest
Bei den drei Trockenfutter-Sorten Wild Duck, Wide Plain und Wild Game lobten wir die hochwertigen Kohlenhydratquellen anstelle von minderwertigem Getreide, kritisierten aber die langen Zutatenlisten, Transparenzprobleme und die offene Frage, ob wirklich nur Muskelfleisch verarbeitet wird. Die Kroketten sind dreieckig geformt und von fester Konsistenz. Holly fraß alle drei Sorten problemlos, die Verdauung verlief normal, das Kotvolumen war leicht erhöht. Auf einen Langzeittest haben wir verzichtet, da wir Nassfutter mit höherem Fleischanteil bevorzugten.

Nassfutter im Praxistest
Die Nassfutter-Sorten enthielten meist rund 65 % Fleisch – mehr als die Trockenfutter-Sorten. Wir begrüßten die möglichen Innereien-Anteile und die getreidefreien Rezepturen mit Kartoffeln bzw. Süßkartoffeln statt Getreide, kritisierten aber die mangelnde Transparenz bei Nebenerzeugnissen sowie vage Kräuter- und Obstmischungs-Angaben. Die Dosen ließen sich leicht öffnen, die Konsistenz war fester. Holly nahm die meisten Sorten begeistert an, näherte sich Gold Fields (Kamel) und Wild Pacific (Fisch) zunächst vorsichtig, fraß sie dann aber ebenfalls. Auch hier gab es keinen Langzeittest, da wir Alternativen mit höherem Fleischanteil bevorzugten.

Fazit aus dem Praxistest
Wolfsblut steht insgesamt für gute Qualität, ohne die Premium-Konkurrenz deutlich zu übertreffen. Die Stärken liegen in den vielfältigen Rezepturen, der Zutatenqualität und der breiten Verfügbarkeit. Schwächen sehen wir bei den langen Zutatenlisten, der intransparenten Deklaration, dem Preis und einem leicht geringeren Fleischanteil im Vergleich zu Alternativen. Innerhalb der Marke empfehlen wir eher Nass- als Trockenfutter.

Wolfsblut: Kaufempfehlung
Wolfsblut ist als Nass- und Trockenfutter in mehreren Rezepturen erhältlich. Unsere Tester empfehlen innerhalb der Marke eher die Nassfutter-Varianten, da hier der Fleischanteil mit rund 65 % höher liegt als beim Trockenfutter.
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Häufige Fragen zu Wolfsblut
Ist Wolfsblut getreidefrei?
Ja, laut Deklaration verzichtet Wolfsblut auf Getreide und setzt stattdessen auf Kartoffeln bzw. Süßkartoffeln als Kohlenhydratquelle.
Wie hoch ist der Fleischanteil bei Wolfsblut?
Beim Nassfutter liegt der Fleischanteil laut Deklaration bei rund 65 % (z. B. min. 65% bei Grey Peak und Gold Fields). Beim Trockenfutter verspricht der Hersteller markenweit mindestens 50 % Fleisch- bzw. Fischanteil.
Nass- oder Trockenfutter: Was empfehlt ihr bei Wolfsblut?
Unsere Tester empfehlen innerhalb der Marke eher die Nassfutter-Varianten, da der Fleischanteil hier höher liegt als beim Trockenfutter.